Zwei Generationen, ein gemeinsames Ziel: Neustadt und Erlach am Main
Anton bzw. Toni Fleckenstein ist seit Jahrzehnten Teil des Gemeinderats, Lisa Gruber möchte erstmals Verantwortung im Gremium übernehmen. Im gemeinsamen Gespräch wird schnell klar: Unterschiedliche Hintergründe, aber viele gemeinsame Ziele für Neustadt und Erlach am Main.

Toni, du bist seit rund 35 Jahren im Gemeinderat. Wenn du auf diese Zeit zurückblickst: Welche Diskussionen sind dir besonders in Erinnerung geblieben?
Toni Fleckenstein: Da gab es viele, positive wie auch negative. Gerade früher wurde oft sehr kontrovers diskutiert. Aber genau daraus kann man lernen. Wichtig ist, gute wie schlechte Erfahrungen mitzunehmen, daraus Schlüsse zu ziehen und auch den Mut für Neuanfänge zu haben.
Lisa Gruber: Genau das ist etwas, das ich an Tonis Erfahrung sehr schätze. Er weiß, welche Diskussionen schon geführt wurden und kann trotzdem offen für neue Wege bleiben. Diese Mischung ist aus meiner Sicht sehr wertvoll für die Zukunft.
Was wünscht ihr euch vom zukünftigen Gemeinderat?
Toni Fleckenstein: Mir ist vor allem eine gute Zusammenarbeit wichtig. Dass man gemeinsam Beschlüsse fasst und diese dann auch gemeinsam trägt. Auch dann wenn man vorher unterschiedlicher Meinung war.
Lisa Gruber: Gerade als Mama wünsche ich mir, dass vorausschauend geplant wird und dass Investitionen zukunftsorientiert getätigt werden. Und natürlich, dass der Gemeinderat immer ein offenes Ohr für die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger hat.
Toni, was gehört zur Arbeit im Gemeinderat, wird aber in der Bevölkerung oft kaum wahrgenommen?
Toni Fleckenstein: Viele Dinge werden von übergeordneten Stellen vorgegeben. Der Handlungsspielraum ist da manchmal kleiner, als man von außen denkt. Trotzdem muss man vor Ort Lösungen finden und Verantwortung übernehmen.
Lisa Gruber: Das ist ein Punkt, den viele unterschätzen. Umso wichtiger finde ich es, transparent zu kommunizieren, warum bestimmte Entscheidungen so getroffen werden. Insbesondere dann, wenn sie nicht besonders populär sind.
Welches Projekt aus deiner langen Zeit im Gemeinderat ist dir besonders wichtig, Toni?
Toni Fleckenstein: Ganz klar die Wasserversorgung. Das ist ein Thema, das man im Alltag kaum wahrnimmt. Zumindest, solange alles funktioniert. Aber es ist eine der wichtigsten Grundlagen für unsere Gemeinde.
Welche Themen liegen euch mit Blick auf die Zukunft besonders am Herzen?
Toni Fleckenstein: Da gibt es einige: die Kläranlage, die Schulsanierung, die Instandhaltung des Mainstegs und auch, dass unser Gemeindewald weiterhin so nachhaltig bewirtschaftet wird wie bisher.
Lisa Gruber: Mir ist besonders wichtig, dass Neustadt und Erlach noch stärker zusammenwachsen. Der Mainsteg spielt dabei eine zentrale Rolle. Deshalb möchte ich mich für eine finanzierbare und zukunftsfähige Lösung einsetzen, die beide Ortsteile dauerhaft verbindet.
Gibt es konkrete Projekte, die ihr gerne voranbringen möchtet?
Toni Fleckenstein: Ja, ganz pragmatisch: Reparaturen an Straßen und Gehwegen. Das ist wichtig für die Sicherheit aller, und insbesondere für ältere Menschen und Kinder.
Lisa Gruber: Ich würde mich gerne bei der Erneuerung der Außenanlage unseres frisch renovierten Kindergartens einbringen. Das ist kein Großprojekt, aber eines, das für viele Familien einen direkten Mehrwert hat.
Was schätzt ihr persönlich an Neustadt und Erlach am Main besonders?
Toni Fleckenstein: Die Lage am Main, der Wald. Vor allem spürt man, dass sich die Menschen hier wohlfühlen.
Lisa Gruber: Ich schätze sehr, dass man sich kennt und die Nachbarn einander mit Rat und Tat zur Seite stehen. Dieses Miteinander macht unsere Gemeinde aus.
Zum Abschluss: Warum sollte euer Gegenüber Teil des Gemeinderats sein?
Toni Fleckenstein: Lisa ist jung, aufgeschlossen und bereit, Verantwortung zu übernehmen. Genau solche Menschen braucht es, um Bewährtes weiterzuführen und Neues anzustoßen.
Lisa Gruber: Und Toni bringt eine langjährige Erfahrung mit. Er hat eine realistische Sicht auf die anstehenden Aufgaben und weiß, welche Dinge wirklich wichtig sind.
