Zwei Kandidaten der Bürgerliste, die gemeinsam für den Gemeinderat antreten, bringen unterschiedliche, sich ergänzende Perspektiven ein: Peter Gowor, seit 2014 Mitglied des Gemeinderats, und Florian Pfeuffer, der erstmals kandidiert.

Peter, du bist seit mehr als zehn Jahren im Gemeinderat aktiv. Was ist dir aus dieser Zeit besonders im Gedächtnis geblieben?
Peter Gowor: Es gab einige intensive Diskussionen, aber besonders hängengeblieben sind bei mir die Themen Reiterhof und Windkraft. Das waren kontroverse Debatten, bei denen unterschiedliche Interessen aufeinander getroffen sind und die gezeigt haben, wie wichtig sachlicher Austausch ist.
Diese Erfahrung prägt sicher auch den Blick nach vorne. Was wünschst du dir vom zukünftigen Gemeinderat?
Peter Gowor: Eine sachliche und zielorientierte Zusammenarbeit zum Wohle der Gemeinde und aller Bürgerinnen und Bürger.
Florian Pfeuffer: Gerade diese Zusammenarbeit lebt aus Vielfalt. Ich wünsche mir ein möglichst breit aufgestelltes Gremium, in dem unterschiedliche berufliche Hintergründe zusammenkommen. Nur so können wir die vielen kommunalen Aufgaben gut abdecken und die Menschen im Ort wirklich repräsentieren.
Florian, du hast noch keinen Sitz im Gemeinderat. Mit welchem Blick schaust du auf die bisherige Arbeit?
Florian Pfeuffer: Der bisherige Gemeinderat hat eine grundsolide Vorarbeit geleistet. Wir haben das Glück, uns weniger mit alten Baustellen beschäftigen zu müssen und können stärker in Richtung Zukunft denken, auch mit mehr finanziellen Spielräumen.
Peter Gowor nickt zustimmend: Diese Vorarbeit ist aber auch mit viel Zeit verbunden, die man von außen oft nicht sieht. Ein großer Teil der Ratsarbeit findet in der Vorbereitung statt: Sitzungsunterlagen lesen, Gespräche führen und offene Fragen klären. Das passiert meist im Hintergrund.
Blicken wir kurz in die Vergangenheit: Welches der Projekte aus deiner bisherigen Zeit im Gemeinderat war für dich besonders wichtig, Peter?
Peter Gowor: Ganz klar die Trinkwasserversorgung, insbesondere der Anschluss von Erlach. Das ist ein grundlegendes Thema der Daseinsvorsorge und für die Zukunft unserer Gemeinde enorm wichtig.
Und welche Themen seht ihr beide als besonders relevant für die kommende Amtszeit?
Peter Gowor: Der weitere Ausbau der Trinkwasserversorgung, unsere Feuerwehren, die Kläranlage und die Umgehung sind zentrale Punkte.
Florian Pfeuffer: Für mich stehen vor allem die Mainlände und die Brücke im Fokus. Sie sind prägend für das Ortsbild und die Verbindung der beiden Ortsteile. im wahrsten Sinne des Wortes.
Gibt es konkrete Anliegen, die ihr persönlich voranbringen möchten?
Peter Gowor: Ich möchte Neustadt insgesamt noch attraktiver machen. Etwa, wie Flo bereits angesprochen hat, durch eine Gestaltung der Mainlände, den Ausbau oder das Anlegen von Wanderwegen rund um beide Ortsteile sowie durch die Förderung unseres Vereinslebens.
Florian Pfeuffer greift das auf: Mir liegt darüber hinaus unser Gemeindewald sehr am Herzen. Er ist schon gut aufgestellt, aber wir müssen ihn weiterhin fit für die Herausforderungen des Klimawandels machen. Auch unsere Flur und die Flurwege verdienen mehr Aufmerksamkeit.
Was macht für euch den Reiz von Neustadt und Erlach aus?
Peter Gowor: Wir haben ein sehr aktives Vereinsleben. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Dazu kommen die besondere Lage und die Geschichte unseres Ortes.
Florian Pfeuffer schmunzelt: An Erlach schätze ich besonders den Blick auf Neustadt. Spaß beiseite: Unsere Gemeinde hat großes Potenzial, auch für kommende Generationen ein lebens- und liebenswerter Ort zu bleiben. Für mich ist das ganz klar Heimat.
Zum Abschluss: Was schätzt ihr an eurem Gegenüber?
Peter Gowor: Florian ist ein echter Neustädter und ein Macher. Mit seinem fachlichen Wissen, vor allem im Forst, bringt er neue Blickwinkel ein, die Diskussionen bereichern.
Florian Pfeuffer: An Peter schätze ich seine offene, freundliche Art und vor allem seine Erfahrung im Gemeinderat. Seine Begeisterung für die Ratsarbeit ist ansteckend. Diese Erfahrung gepaart mit seiner ‚Ärmel-hochkrempeln‘-Mentalität ist für die kommenden Aufgaben enorm wertvoll.
